Archiv Ausgabe November 2014 Kunst, Ausstellungen Kunst

Edgar Degas

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Klassik und Experiment

Ballettmädchen in ihren Proberäumen, Sängerinnen und Schauspielerinnen, Cafészenen und Pferderennen - Edgar Degas malte das zeitgenössische Pariser Leben. Er war aber auch ein profunder Kenner der europäischen Kunstgeschichte. Sie inspirierte seine eigenen Bildfindungen, und er experimentierte mit Arbeitsweisen aus den Werkstätten der Renaissance und des Barock.  
 
Alte Techniken belebte er, um sie neu zu interpretieren - Degas´ Monotypien waren für seine Zeit singulär. Zugleich war er offen für zeitgenössische Einflüsse wie die Fotografie und den japanischen Farbholzschnitt. „Degas’ Modernität entstand nicht in Opposition zur Klassik, sondern aus dem tiefen Verständnis für deren unabdingbare Substanz und ihre zentrale Bedeutung für ein zeitgemäßes Kunstschaffen“, betont Alexander Eiling, Kurator der Ausstellung „Degas. Klassik und Experiment“.  
 
Die Präsentation mit rund 120 Werken aus 50 Schaffensjahren des Künstlers bietet Blicke aus neuer Perspektive auf einen scheinbar Altbekannten. Ausgehend von sieben Arbeiten Degas’ aus der eigenen Sammlung der Kunsthalle, die um hochrangige Leihgaben aus den USA, aus Kanada und Europa ergänzt sind, zeigt die Schau Degas als Künstler zwischen Tradition und Moderne, als einen Erben der Alten Meister, der zugleich experimentell und innovativ war. 
Die zu den populärsten Motiven Degas´ zählenden Balletttänzerinnen geben für den Kunsthistoriker Eiling zugleich ein gutes Bild für dessen Arbeitsweise: „Was spontan und leicht wirkt, ist tatsächlich streng komponiert und mit minutiösem Kalkül entwickelt - wie im Ballett“. Nach kurzem Besuch der École des Beaux-Arts suchte sich der 1834 Geborene in der breiten Sammlung des Louvre seine Vorbilder, von denen er kopierend lernte, und begeisterte sich während einer Romreise für die Werke Rembrandts. Dass Degas noch im Spätwerk das Kopieren weiterführte, etwa nach Werken des Renaissance-Künstlers Mantegna, sage viel darüber aus, wie wichtig das Vorbild der Alten Meister für ihn war, so Eiling. In allen sieben Ausstellungsabschnitten begegnen dem Besucher Beispiele seiner umfangreichen Kopiertätigkeit.  
Degas´ Studium der italienischen Renaissance-Malerei sowie der Porträts Anton van Dycks spiegelt sich in Bildnissen von Freunden und Familienangehörigen wie dem seiner Cousine Giulia Bellelli. Erstmals in Deutschland sind großformatige Historienbilder zu sehen, an denen Degas zwischen 1855 und 1865 arbeitete, darunter eine aus dem Art Institute of Chicago entliehene Fassung der Komposition „Junge Spartanerinnen fordern Knaben zum Wettkampf heraus“. Sie ermöglichen Vergleiche dieser nach klassischem Vorbild komponierten Gemälde mit späteren Bildthemen. Zu entdecken ist eine andere Seite von Degas, dessen thematisches Spektrum weitaus mehr als Tänzerinnen und Badende umfasst.  
 
> Kunsthalle Karlsruhe, Hans-Thoma-Str.2-6, Sa, 8. November 2014 - So, 1. Februar 2015, Di-So+Fei 10:00-18:00 Uhr, Do 10:00-21:00 Uhr.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Hans-Thoma-Straße 2 bis 6
76133 Karlsruhe
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