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Neobiota – Natur im Wandel

Die Tigermücke, der Asiatische Marienkäfer und die Heraklesstaude gehören zu den prominenten Vertretern jüngst eingewanderter Arten. Die Globalisierung zeigt sich auch in der Natur, und das nicht erst neuerdings – Wein und Kartoffel waren hier ebenfalls einst unbekannt. Häufig durch Güterverkehr in hiesige Breiten gelangt werden die von Fachleuten als Neobiota genannten Arten teils als bereichernd empfunden, teils sind sie in ökologischer, ökonomischer oder gesundheitlicher Hinsicht bedenklich. Die Große Landesausstellung „Neobiota – Natur im Wandel“ erklärt Begriffe wie einheimisch, invasiv oder Rückkehrer, sie fragt, wie es mit dem Wechsel in der Zusammensetzung der Arten am Oberrhein aussieht, und wie die Entwicklung angesichts globaler Handels- und Transportwege sowie beschleunigt durch den Klimawandel weitergehen könnte.  
Viele Tier- und Pflanzenarten, aber auch Pilze und Bakterien reisen mit Hilfe des Menschen um die ganze Welt. Am Oberrhein werden neue Arten häufig zuerst gefunden, denn die milden Temperaturen und das Aufeinandertreffen wichtiger Straßen und Flüsse machen die Region zu einem Hotspot des Wandels in der Natur. Die Schau zeigt, auf welche Weise Tiere, Pflanzen und Pilze hierher kommen und wie sie sich auf ihren neuen Lebensraum auswirken. Neben Fakten für die Diskussion über den Umgang mit Neobiota bietet die Ausstellung in atmosphärischer Inszenierung anschauliche Exponate, darunter eigens angefertigte Präparate und Modelle, sowie Mitmachstationen.  
 
> Mi 17.November 2021 - Do 11. September 2022, Di-Fr 9:30-17:00 Uhr, Sa+So und an Feiertagen 10:00-18:00 Uhr, Naturkundemuseum, Erbprinzenstr. 13, Karlsruhe

Staatliches Museum für Naturkunde

>>Erbprinzenstr. 13
76133 Karlsruhe
 
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